
Werter Herr Hommel, werter Herr Freitag,
bezugnehmend auf den Artikel vom 10.6. in der Freien Presse „Windräder im Erzgebirge – Warnung vor dem Verlust des Welterbe-Status“ von Frank Hommel möchte ich zuerst feststellen, dass dies kein neues Problem ist. Die ersten Bedenken zu diesem Thema wurden bereits im Jahr 2024 in einem Video thematisiert, welches ich im Internet beim Magazin Chip gefunden habe.
Die Aussagen von Herrn Steve Ittershagen war damals ähnlich. Er sagte, dass sich Windräder planen ließen, ohne den Welterbestatus infrage zu stelle. Die Begründung seiner Zuversicht bleibt er hingegen schuldig.
Was mich stark irritiert, dass Herr Hommel als Autor des Artikels Zweifel an der Kompetenz der Organisation „World Heritage Watch“ sät. Diese hat Bedenken geäußert, ob sich UNESCO-Welterbe und hohe Windindustriebauten im Kammgebiet der natürlichen Erzgebirgslandschaft miteinander vertragen. Herr Hommel stellt jedoch völlig andere Fragen: Welche Expertise hat der Verfasser? Warum schreibt er anonym? Gibt es Interessenskonflikte?
Besonders die letzte Frage lässt mich ratlos im Erzgebirgswald stehen. Welche Interessenskonflikte könnte jemand haben, der im Auftrag der UNESCO seit Januar 2014 Welterbestätten untersucht, damit deren Charakter auch in Zukunft erhalten bleibt? Es gab ja Gründe, weshalb diese Stätten zum Welterbe erhoben wurden. Die Frage nach den Interessenskonflikten stelle ich deutlich an dieser Stelle an Herrn Hommel.
Meine weiteren Gedanken waren, warum hinterfragt ein Journalist gerade die Motivation einer Organisation die, Zitat im Artikel „für die Bewahrung der Welterbe-Stätten eintritt“. Warum hinterfragt Herr Hommel nicht die Motivation von denen, die mit Windindustrieanlagen in Welterbe-Stätten Geld verdienen wollen?
