WINDKRAFTPROJEKT: „ES IST EUER LAND“– ABER WER ZAHLT AM ENDE DEN PREIS?

Windkraft bedeutet nicht nur Stromproduktion. Vielmehr bedeutet Windkraft ein wachsendes System aus Netzengpässen, Abregelungen („Geisterstrom“), Entschädigungszahlungen, Eingriffen in Natur und Landschaft – und ein Dauerkonflikt um Gesundheit, Immobilienwerte und Tourismus. Seit Jahren wird uns erzählt, Windkraft sei die saubere, günstige und nahezu folgenlose Lösung unserer Energieprobleme. Doch wer sich ernsthaft mit Studien, Zahlen und Erfahrungen aus betroffenen Regionen beschäftigt, erkennt schnell: Dieses Bild hat mit der Realität nur noch wenig zu tun.
Es ist höchste Zeit, offen über die tatsächlichen Folgen dieser Energiepolitik zu sprechen.

Windkraft polarisiert im Erzgebirge

Die Regionalpresse berichtete kürzlich über eine thematische Veranstaltung der AfD im Erzgebirge. Es ging um den Vortrag mit Diskussion in Deutschkatharinenberg, zum Thema Windkraft. 

Nach meiner Einführung zu den finanziellen Aspekten und warum die Städte und Gemeinden überhaupt dem Bau von Windindustrieanlagen in der geschützten Natur zustimmen, folgte der ausführliche Vortrag von Frank Hennig zum Themenkomplex Windkraft. Hennig ist Autor der Bücher „Dunkelflaute“ und „Klimadämmerung“.

Grunderkenntnis von Beginn an war: Es geht beim Bau von Wind- und Solaranlagen allein darum Geld zu verdienen!

Konsens bei den Anwesenden war ebenfalls, dass Stromerzeugung durch Windenergie ohne Subventionen in Deutschland im Normalfall nicht wirtschaftlich ist. Wenn Eigentümer und Investoren in Zukunft keine Entschädigungszahlungen mehr für durch Redispatchmaßnahmen zeitweise abgeschaltete Anlagen bekommen sollten (zum Beispiel bei zuviel Solarstrom im Netz), dann wird keine neue Anlage mehr im deutschen Binnenland entstehen. Dann ist der Boom sofort beendet. Dies haben bereits mehrere Vertreter der Windkraftlobby selbst so geäußert.

Wind und Sonne schicken keine Rechnung, was Kohle und Gas im Übrigen auch nicht tun. Aber um Wind, Sonne, Kohle und Gas zur Stromproduktion zu verwenden, benötigt man Kraftwerke. Nichts anderes sind auch die Windindustrieanlagen. Weil die Energiedichte von Wind zum Beispiel viel geringer als die von Wasser ist, sind die Windtürme aus Beton und Stahl in der Investition zu teuer, um tatsächlich preisgünstigen Strom erzeugen zu können. 

Windkraft ist nicht grundlastfähig und liefert generell nur unregelmäßig und schwankend Energie. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, trotz intensivem Ausbau gibt es keine Verbesserung bei der Regelmäßigkeit der Einspeisung. Lediglich die Stromspitzen werden höher. Und wenn kein Wind weht, dann ist der Ertrag von 100 Windindustrieanlagen gleich Null und bei 10.000 Anlagen ebenfalls.

Am Ende des Artikels wurde bemängelt, dass es keine Antwort gab, wie ohne Windkraft die Stromversorgung im Erzgebirge sichergestellt werden soll. Diese Frage wurde jedoch auch nicht gestellt. Deshalb die Antwort hier. Die Stromversorgung im Erzgebirge muß grundsätzlich durch grundlastfähige Kraftwerke sichergestellt werden. Dies ist in der Hauptsache in Deutschland einheimischer Kohlestrom. Dazu wird im Bedarfsfall häufig noch Strom aus Kernkraft aus dem Ausland importiert. 

Die stillen Helden im Erzgebirge sind aber die etwa 100 Wasserkraftwerke (ca. 25 MW) und die Biogasanlagen (ca. 14 MW). Sie liefern das „Grundrauschen“, ca. 10-15 % des Bedarfs rund um die Uhr.